Mondnacht über den Alpen

Psalm 91

Im Schatten des Allmächtigen

3 Min. · Stimme Lana · Ps 91

Seit alter Zeit ein Nachtgebet der Kirche. Für Stunden, in denen du Angst hast, um dich oder um jemanden, den du liebst.

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Psalm einundneunzig gehört seit alter Zeit zum Nachtgebet der Kirche. Man betet ihn, wenn man Angst hat, um sich oder um jemanden, den man liebt. Wer da wohnt im Schirm des Höchsten und im Schatten des Allmächtigen weilt, der spricht zum Herrn: «Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue!» Denn er ist’s, der dich rettet aus den Voglers Schlinge, von der unheilvollen Pest. Mit seinen Fittichen deckt er dich, und unter seinen Flügeln bist du geborgen, Schild und Panzer ist seine Treue. Du brauchst dich nicht zu fürchten vor nächtlichem Schrecken, vor dem Pfeil, der bei Tage daherfliegt, nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die mittags wütet. Ob tausend dir zur Seite fallen, zehntausend zu deiner Rechten: an dich kommt’s nicht heran; nein, lediglich mit eignen Augen wirst du’s schauen und zusehn, wie den Frevlern vergolten wird. Ja, du, o Herr, bist meine Zuflucht: den Höchsten hast du zum Schutz dir erwählt. Kein Übel wird dir begegnen, kein Unheilsschlag deinem Zelte nahn; denn seine Engel wird er für dich entbieten, dass sie dich behüten auf all deinen Wegen; auf den Armen werden sie dich tragen, damit dein Fuss nicht stosse an einen Stein; über Löwen und Ottern wirst du schreiten, wirst junge Löwen und Schlangen zertreten. «Weil er fest an mir hängt, so will ich ihn retten, will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen. Ruft er mich an, so will ich ihn erhören; ich steh’ ihm bei in der Not, will frei ihn machen und geehrt. Mit langem Leben will ich ihn sättigen und lasse ihn schauen mein Heil.»