
Lectio · Markus 4
Mitten im Sturm
10 Min. · Stimme Michael · Mk 4,35-41
Die Jünger wecken Jesus mit einem Vorwurf, und er hört ihn. Für Nächte, in denen eine Sorge grösser wird als du.
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Wenn du kannst, schliess die Augen. Wenn nicht, schau auf einen Punkt vor dir, der sich nicht bewegt.
Hör auf die Geräusche um dich herum. Du musst sie nicht wegdrücken.
Und dann auf deinen Atem, der von selbst kommt und geht.
Jesus, du bist mit im Boot. Auch jetzt.
Markus erzählt von einem Abend auf dem See Gennesaret. Einige der Jünger sind Fischer. Sie kennen dieses Wasser. Er sagte dann zu ihnen an jenem Tage, als es Abend geworden war: «Wir wollen ans andere Ufer des Sees hinüberfahren!» So liessen sie denn die Volksmenge gehen und nahmen ihn, wie er war, im Boote mit; doch auch noch andere Boote begleiteten ihn. Da erhob sich ein gewaltiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot sich schon mit Wasser zu füllen begann; er selbst aber lag am hinteren Teil des Bootes und schlief auf dem Kissen. Sie weckten ihn nun und sagten zu ihm: «Meister, liegt dir nichts daran, dass wir untergehen?» Da stand er auf, bedrohte den Wind und gebot dem See: «Schweige! Werde still!» Da legte sich der Wind, und es trat völlige Windstille ein. Hierauf sagte er zu ihnen: «Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr immer noch keinen Glauben?» Da gerieten sie in grosse Furcht und sagten zueinander: «Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorsam sind?»
Noch einmal, langsamer. Welches Wort bleibt bei dir? Vielleicht ein Satz der Jünger, vielleicht einer von Jesus.
Er sagte dann zu ihnen an jenem Tage, als es Abend geworden war: «Wir wollen ans andere Ufer des Sees hinüberfahren!» So liessen sie denn die Volksmenge gehen und nahmen ihn, wie er war, im Boote mit; doch auch noch andere Boote begleiteten ihn. Da erhob sich ein gewaltiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot sich schon mit Wasser zu füllen begann; er selbst aber lag am hinteren Teil des Bootes und schlief auf dem Kissen. Sie weckten ihn nun und sagten zu ihm: «Meister, liegt dir nichts daran, dass wir untergehen?» Da stand er auf, bedrohte den Wind und gebot dem See: «Schweige! Werde still!» Da legte sich der Wind, und es trat völlige Windstille ein. Hierauf sagte er zu ihnen: «Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr immer noch keinen Glauben?» Da gerieten sie in grosse Furcht und sagten zueinander: «Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorsam sind?»
Bleib bei deinem Wort. Sag es ein paar Mal innerlich.
Nachts um drei ist jede Sorge doppelt so gross. Ein Befund, auf den du seit Tagen wartest. Oder ein Kind, das um diese Zeit noch nicht zu Hause ist. Die Jünger machen etwas, das man in keinem frommen Buch lernt. Sie wecken Jesus und werfen ihm etwas vor: Meister, liegt dir nichts daran, dass wir untergehen? Er schickt sie für diesen Ton nicht weg. Er steht auf und redet mit dem Wind. Erst danach fragt er nach ihrem Glauben. So darfst du auch beten, vorwurfsvoll und mit nassen Kleidern. Er war die ganze Zeit mit im Boot, auch als er schlief.
Was hält dich im Moment nachts wach?
Ein drittes Mal. Hör zu, als wärst du selbst in diesem Boot.
Er sagte dann zu ihnen an jenem Tage, als es Abend geworden war: «Wir wollen ans andere Ufer des Sees hinüberfahren!» So liessen sie denn die Volksmenge gehen und nahmen ihn, wie er war, im Boote mit; doch auch noch andere Boote begleiteten ihn. Da erhob sich ein gewaltiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot sich schon mit Wasser zu füllen begann; er selbst aber lag am hinteren Teil des Bootes und schlief auf dem Kissen. Sie weckten ihn nun und sagten zu ihm: «Meister, liegt dir nichts daran, dass wir untergehen?» Da stand er auf, bedrohte den Wind und gebot dem See: «Schweige! Werde still!» Da legte sich der Wind, und es trat völlige Windstille ein. Hierauf sagte er zu ihnen: «Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr immer noch keinen Glauben?» Da gerieten sie in grosse Furcht und sagten zueinander: «Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorsam sind?»
Sag es ihm jetzt, ohne es schöner zu machen, als es ist.
Und wenn du magst, hör auf das, was er zum Wind sagt. Schweige. Werde still.
Ein Vorsatz für heute. Wenn die Sorge heute wieder hochkommt, sprich sie in einem einzigen Satz zu ihm aus, so direkt wie die Jünger. Dann tu das Nächste, was dran ist.
Herr, du bist im Boot. Amen.