Küchenfenster am Morgen

Lectio · Lukas 10

Nur eins ist nötig

9 Min. · Stimme Michael · Lk 10,38-42

Marta steht in der Küche, Maria sitzt und hört zu. Für Tage, an denen die Liste im Kopf nicht aufhört.

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Vielleicht hast du gerade noch etwas erledigt, und im Kopf läuft die Liste weiter. Das darf sie. Du musst ihr jetzt nur nicht folgen.

Leg die Hände in den Schoss oder auf den Tisch, offen.

Ein paar ruhige Atemzüge.

Herr, ich setze mich zu dir.

Jesus ist zu Gast bei zwei Schwestern, Marta und Maria. Die Szene ist kurz. Ich lese sie zweimal. Als sie dann weiterwanderten, kam er in ein Dorf, und eine Frau namens Martha nahm ihn in ihr Haus auf. Diese hatte eine Schwester namens Maria, die sich zu den Füssen des Herrn niederliess und seinen Worten zuhörte; Martha dagegen liess sich durch vielerlei Dienstleistungen für die Bewirtung in Anspruch nehmen. Nun trat sie zu ihm und sagte: «Herr, machst du dir nichts daraus, dass meine Schwester die Bedienung mir allein überlassen hat? Sage ihr doch, sie möge mir zur Hand gehen!» Aber der Herr gab ihr zur Antwort: «Martha, Martha! Du machst dir Sorge und Unruhe um vielerlei; aber nur eins ist nötig. Denn Maria hat das gute Teil erwählt: das soll ihr nicht genommen werden.»

Noch einmal. Welches Wort hält dich fest? Vielleicht der Name, der zweimal gerufen wird.

Als sie dann weiterwanderten, kam er in ein Dorf, und eine Frau namens Martha nahm ihn in ihr Haus auf. Diese hatte eine Schwester namens Maria, die sich zu den Füssen des Herrn niederliess und seinen Worten zuhörte; Martha dagegen liess sich durch vielerlei Dienstleistungen für die Bewirtung in Anspruch nehmen. Nun trat sie zu ihm und sagte: «Herr, machst du dir nichts daraus, dass meine Schwester die Bedienung mir allein überlassen hat? Sage ihr doch, sie möge mir zur Hand gehen!» Aber der Herr gab ihr zur Antwort: «Martha, Martha! Du machst dir Sorge und Unruhe um vielerlei; aber nur eins ist nötig. Denn Maria hat das gute Teil erwählt: das soll ihr nicht genommen werden.»

Bleib bei deinem Wort. Wiederhole es leise.

Marta macht nichts falsch. Jemand muss kochen, wenn Besuch kommt. Sie hat so viel mit dem Gast zu tun, dass sie kaum dazu kommt, mit ihm zu reden. Das kennt jeder, der schon einmal ein Familienfest ausgerichtet hat. Man steht in der Küche, während im Wohnzimmer gelacht wird. Dazu kommt die Liste, die man immer mit sich trägt. Zahnarzttermin für die Kleine, das Geschenk für den Geburtstag am Samstag, die Steuererklärung, die Milch. Man sitzt im Gespräch und ist mit dem Kopf schon beim nächsten Punkt. Jesus schimpft nicht. Er sagt zweimal ihren Namen. Marta, Marta. So redet man mit jemandem, den man gernhat und der sich gerade verrennt. Maria sitzt einfach da und hört zu. Vermutlich stand am nächsten Tag auch sie wieder in der Küche.

Wo in deiner Woche könntest du dich einen Moment hinsetzen und zuhören?

Ein drittes Mal. Stell dir vor, du sitzt in diesem Haus und hörst zu.

Als sie dann weiterwanderten, kam er in ein Dorf, und eine Frau namens Martha nahm ihn in ihr Haus auf. Diese hatte eine Schwester namens Maria, die sich zu den Füssen des Herrn niederliess und seinen Worten zuhörte; Martha dagegen liess sich durch vielerlei Dienstleistungen für die Bewirtung in Anspruch nehmen. Nun trat sie zu ihm und sagte: «Herr, machst du dir nichts daraus, dass meine Schwester die Bedienung mir allein überlassen hat? Sage ihr doch, sie möge mir zur Hand gehen!» Aber der Herr gab ihr zur Antwort: «Martha, Martha! Du machst dir Sorge und Unruhe um vielerlei; aber nur eins ist nötig. Denn Maria hat das gute Teil erwählt: das soll ihr nicht genommen werden.»

Zeig ihm jetzt deine Liste. Punkt für Punkt, wenn du willst. Und dann frag ihn, was davon heute wirklich nötig ist.

Bleib noch einen Moment bei ihm sitzen, ohne etwas zu tun.

Ein Vorsatz für heute. Wenn dir heute jemand etwas erzählt, das ihm wichtig ist, leg hin, was du in der Hand hast, und schau ihn an, bis er fertig ist.

Herr, du bist bei mir zu Gast. Amen.